Rupturierter Herzinfarkt

Eine mögliche Komplikation des Herzinfarkts ist die Ruptur des Infarktareals mit nachfolgender Herzbeuteltamponade. Ein Infarkt bedeutet das Absterben eines nicht mehr mit Blut versorgten Areals, beim Herz also der Muskulatur. Das abgestorbene Gewebe wird abgeräumt und durch Narbengewebe ersetzt. Im Rahmen der Abbauvorgänge kommt es zur Erweichung des Gewebes und dabei besteht die Gefahr, dass der Druck, der durch das sich zusammenziehende Herz aufgebaut wird, das erweichte Gewebe einreißen lässt. Dann wird mit jedem Herzschlag Blut in den Herzbeutel gepumpt, was mit der Zeit dazu führt, dass das Herz mehr und mehr von außen komprimiert wird. Der Tod tritt durch Herzdrucklähmung ein. Das Bild zeigt eine umblutete Rupturstelle an der Herzhinterwand.

Ruptur Herzinfarkt

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2 Antworten zu Rupturierter Herzinfarkt

  1. Herz schreibt:

    Wow, das Bild ist nicht ganz ohne! Danke für den interessanten Beitrag. Dass das Herz von außen komprimiert wird war mir bis dato nie bewusst – umso schrecklicher die Vorstellung.

  2. bibi schreibt:

    Hallo,
    gerne möchte ich wissen, in welchem Zeitraum es noch möglich ist, einen Herzinfarkt mit anschließender Herzbeuteltamponade festzustellen, zB. nach Behandlungsfehler mit Todesfolge, wenn der Mensch schon beerdigt ist. (Obduktion)
    MfG

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