Bremen: Wird die Rechtsmedizin kaltgestellt?

Bremen: Wird die Rechtsmedizin kaltgestellt? fragt die Ärztezeitung anlässlich der drohenden Schließung des Bremer Landesinstituts. Über die Gründe der Schließung kann man nur spekulieren – der Verdacht, dass es finanzielle sind, liegt jedoch nahe. Man sollte meinen, dass Politik und Verwaltung mittlerweile gelernt haben, dass die Aufdeckung gewaltsamer Todesfälle, die Untersuchung von Gewaltopfern und andere Aufgaben der Rechtsmedizin für die Sicherheit und den Rechtsfrieden notwendig sind und dass diese Aufgaben nur dezentral zufriedenstellend gelöst werden können. Die Bildung von Zentren, die große Einzugsgebiete abdecken müssen, ist dabei wenig sinnvoll. Dennoch geht die Tendenz immer mehr genau zu diesen Lösungen, meistens mit dem Argument der Kosteneinsparung unterfüttert. Eine falsche Rechnung, wie die Zukunft zeigen wird.

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Bestanden

Ich bin froh, mitteilen zu dürfen, dass alle Studierenden, die im Sommersemester 2014 die Klausur im Fach Rechtsmedizin an der Universität Würzburg mitgeschrieben haben, die Klausur bestanden haben. Offenbar war sie zu leicht….

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Forensic Anthropology

Wir sind stolz darauf, Prof. em. Richard Jantz und Prof. Lee Meadows Jantz vom Forensic Anthropology Center der University of Tennessee in Knoxville für 3 Tage am Würzburger Institut für Rechtsmedizin zu Gast gehabt zu haben. Wir alle haben viel gelernt von ihnen und hoffen, dass die begonnene Kooperation für die anthropologische Datenbank ForDisc für uns alle Früchte tragen wird.

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Zyankali-Intoxikation

Vergiftungen durch Kaliumzyanid (Zyankali) bzw. Blausäure sind seltene Ereignisse, da das Gift nicht leicht zu besorgen ist. Ein typischer, wenn auch nicht regelmäßig vorkommender Sektionsbefund sind hellrote Totenflecken als Ausdruck der immer noch vorhandenen Sauerstoffbeladung der roten Blutkörperchen – Zyanide blockieren die Cytochrom-c-Oxidase und somit die Zellatmung. Der ebenfalls charakteristische Bittermandelgeruch, den der Leichnam ausströmt,  wird genetisch bedingt nur von etwa jedem Zweiten wahrgenommen. Die inneren Befunde sind eher uncharakterisch (Hirnschwellung, Blutstauung der Lungen), mit einer Ausnahme: Die Magenschleimhaut ist auffallend blutreich bis hin zu einer düsterroten Verfärbung, wie auf diesem Bild.

Magen

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Programm der Jahrestagung online

Das Programm für die heurige 93. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin in Heringsdorf ist online. Die angekündigten Vorträge und Poster lassen eine spannende Tagung erwarten.

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Autorenexemplar

Mein Beitrag ist vergleichsweise bescheiden, aber ich bin trotzdem stolz auf das neu erschienene Handbuch über forensische Anthropologie der Kollegen aus Straßburg: Delabarde T, Ludes B (eds): Manuel pratique d’anthropologie médico-légale. Editions ESKA, Paris, 2014    

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Endspurt

Das Sommersemester 2014 neigt sich dem Ende zu. Die Anzahl der Zuhörer nimmt ab, die Anspannung in den Gesichtern der Studierenden steigt. Morgen findet die erste Klausur statt: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Wahlfach “Medizinische Kriminalistik” sollen einen Fall bearbeiten – oder zumindest ihre erste Einschätzung dazu schriftlich mitteilen. Ich wünsche allen viel Erfolg dabei!

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Stellenausschreibung

Am Institut für Rechtsmedizin der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ist zum 01.09.2014 eine Teilzeitstelle 50 % (2 Jahre befristet, Vergütung erfolgt nach TV-L) für eine/n

Assistenzärztin/-arzt in Weiterbildung zur/m Fachärztin/-arzt

zu besetzen.

Bereits abgeleistete Weiterbildungsabschnitte in Pathologie und Psychiatrie sind wünschenswert, nicht aber Voraussetzung für die Einstellung. Erwartet wird eine engagierte Tätigkeit in der rechtsmedizinischen Versorgung, aber auch in Lehre und Forschung. Vorausgesetzt werden Zuverlässigkeit, verantwortungsbewusstes Arbeiten sowie die Teilnahme am Bereitschaftsdienst.

Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt eingestellt. Die Universität Würzburg strebt eine Erhöhung des Frauenanteils an und ist daher ausdrücklich an Bewerbungen entsprechend qualifizierter Frauen interessiert.

Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen bis zum 15.07.2014 an:

Prof. Dr. med. Michael Bohnert
Institut für Rechtsmedizin der Universität Würzburg
Versbacher Str. 3
97078 Würzburg
Tel.: 0931/201-47020
E-Mail: michael.bohnert@uni-wuerzburg.de

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Rupturierter Herzinfarkt

Eine mögliche Komplikation des Herzinfarkts ist die Ruptur des Infarktareals mit nachfolgender Herzbeuteltamponade. Ein Infarkt bedeutet das Absterben eines nicht mehr mit Blut versorgten Areals, beim Herz also der Muskulatur. Das abgestorbene Gewebe wird abgeräumt und durch Narbengewebe ersetzt. Im Rahmen der Abbauvorgänge kommt es zur Erweichung des Gewebes und dabei besteht die Gefahr, dass der Druck, der durch das sich zusammenziehende Herz aufgebaut wird, das erweichte Gewebe einreißen lässt. Dann wird mit jedem Herzschlag Blut in den Herzbeutel gepumpt, was mit der Zeit dazu führt, dass das Herz mehr und mehr von außen komprimiert wird. Der Tod tritt durch Herzdrucklähmung ein. Das Bild zeigt eine umblutete Rupturstelle an der Herzhinterwand.

Ruptur Herzinfarkt

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Deutsches Ärzteblatt: Zahl der Drogentoten leicht gestiegen

Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist im vergangenen Jahr erstmals seit 2009 wieder leicht gestiegen: 2013 starben 1.002 Menschen infolge ihres Drogen­konsums und damit 58 mehr als im Vorjahr. Das teilten die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, und der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, heute in Berlin mit. Mit 1.002 Todesopfern habe sich die Zahl im Vergleich zum Jahr 2000 jedoch halbiert, betonte Mortler.

via Deutsches Ärzteblatt: Zahl der Drogentoten leicht gestiegen.

Rund 1.000 Drogentote pro Jahr sind viel zu viele. Was aber meist verschwiegen wird ist, dass pro Jahr einige 10.000 Menschen an den Folgen des Alkoholkonsums versterben.  Nachlesenswerte Fakten bietet die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V.

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