Deutsches Ärzteblatt: Zahl der Drogentoten leicht gestiegen

Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist im vergangenen Jahr erstmals seit 2009 wieder leicht gestiegen: 2013 starben 1.002 Menschen infolge ihres Drogen­konsums und damit 58 mehr als im Vorjahr. Das teilten die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, und der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, heute in Berlin mit. Mit 1.002 Todesopfern habe sich die Zahl im Vergleich zum Jahr 2000 jedoch halbiert, betonte Mortler.

via Deutsches Ärzteblatt: Zahl der Drogentoten leicht gestiegen.

Rund 1.000 Drogentote pro Jahr sind viel zu viele. Was aber meist verschwiegen wird ist, dass pro Jahr einige 10.000 Menschen an den Folgen des Alkoholkonsums versterben.  Nachlesenswerte Fakten bietet die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V.

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Experimentelle Archäologie: Kinderknochen nach Brandbestattungen

Warum sind Brandbestattungen von Babys und Kleinkindern auf prähistorischen Friedhöfen Skandinaviens so selten? Um das herauszufinden, legten Archäologen Ferkel ins Feuer, berichtet Angelika Franz in ihrem Archäologie-Blog bei SpiegelOnline: Ausgegraben Ferkel: Kinderknochen nach Brandbestattungen – SPIEGEL ONLINE.

Leider stimmt die Überschrift nicht, denn die Kremation von Ferkeln löste das Rätsel bislang nicht. Aber so ist das nun mal in der Wissenschaft: Auch ein negatives Ergebnis ist ein Ergebnis.

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Kriminalgeschichte: Karl Denke

Mehr als 20 Jahre lang meuchelte, schlachtete und aß der Schlesier Karl Denke Menschen. Im Dezember 1924 flog er zufällig auf, doch bis heute lässt der Kriminalfall die wichtigste Frage offen.

Kriminalgeschichte bei einestages von SpiegelOnline über einen legendär gewordenen Serienmörder, den Kannibalen von Münsterberg: Karl Denke.

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Stellenausschreibung

Am Institut für Rechtsmedizin der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ist zum 01.07.2014 eine Stelle in Teilzeit 50 % (Entgeltgruppe E8 TV-L) als

 Sektions-/Präparationsassistent/in

 zu besetzen. Die Stelle ist zunächst auf 2 Jahre befristet. Eine Entfristung ist möglich.

Das Würzburger Institut für Rechtsmedizin ist zuständig für den Regierungsbezirk Unterfranken sowie angrenzende Bereiche Oberfrankens und des nördlichen Baden-Württemberg. Jährlich werden etwa 350 Obduktionen durchgeführt.

Ihr Aufgabenbereich:

Der Aufgabenbereich umfasst die Assistenz bei Obduktionen, äußeren Leichenschauen und Lokalaugenscheinen, Fotodokumentation und -verwaltung, Verwaltung der Asservate, Verwaltung der Leichenaufbewahrung sowie Durchführung der Reinigungs- und Hygienemaßnahmen in der Prosektur. Die Teilnahme an der Rufbereitschaft erfolgt in Absprache. Im Zuge der Akkreditierung sind auch qualitätsmanagementbezogene Tätigkeiten zu erledigen.

Unsere Anforderungen:

Wir suchen eine/n zuverlässige/n, engagierte/n, teamfähige/n Mitarbeiter/in mit abgeschlossener Ausbildung zur Präparatorin bzw. zum Präparator, mit einem hohen Maß an Verantwortungsbewusstsein und Eigeninitiative, die/der Freude an forensischer Morphologie, Präparation und Dokumentation von Befunden mitbringt. Kenntnisse in EDV und Fotografie sind erwünscht.

Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt eingestellt. Die Universität Würzburg strebt eine Erhöhung des Frauanteils an und ist daher ausdrücklich an Bewerbungen entsprechend qualifizierter Frauen interessiert.

Ihre Bewerbung (gerne auch per E-Mail) senden Sie bitte bis 01.05.2014 an:

Prof. Dr. med. Michael Bohnert
Universität Würzburg
Institut für Rechtsmedizin
Versbacher Str. 3
97078 Würzburg
Tel: 0931/31 – 47020
michael.bohnert@uni-wuerzburg.de

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Crystal Meth

Crystal Meth verbreitet sich in Büros, Unis und Schulen berichtet SPIEGEL ONLINE über eine noch nicht veröffentlichte Studie im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums.

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Kriminalitätsstudie: Von drei Straftätern wird einer rückfällig

Für die Arbeit eines Rechtsmediziners sind kriminologische Erkenntnisse zwar eher nachrangig von Interesse, der Blick über den Tellerrand lohnt sich aber immer. Das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz veröffentlichte die Studie “Legalbewährung nach strafrechtlichen Sanktionen“. Einen Überblick über die Studie gibt SpiegelOnline: Von drei Straftätern wird einer rückfällig.

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Suizide

Etwa 10.000 Menschen begehen in Deutschland jährlich Suizid. In rund 3/4 der Fälle sind es Männer. Je nach Begehungsweise werden folgende Formen unterschieden:

Einfacher Suizid: Der Suizident tötet sich selbst mit einer einzigen Methode.

Primär kombinierter Suizid: Der Suizident verwendet 2 oder mehr Methoden gleichzeitig, um das Ziel zu erreichen.

Sekundär kombinierter Suizid: Der Suizident verwendet mehrere Methoden nacheinander, bis eine zum Ziel führt.

Gemeinschaftlicher Suizid: Mehrere Personen begehen gemeinschaftlich Suizid.

Erweiterter Suizid: Der Suizident tötet zuerst andere Personen (meist nahe Angehörige), bevor er sich selbst tötet.

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Psychopathen in Film und Realität

“Eine Studie von belgischen Wissenschaftlern zeigt nun, wie falsch auch das Bild von Mördern und Serienmördern als Psychopathen ist, das in Spielfilmen überwiegend gezeigt wird. Eine besondere Bedeutung kommt der Untersuchung schon deshalb zu, weil Fachleute davon ausgehen, dass Filme die Wahrnehmung der Öffentlichkeit von Patienten mit geistigen Störungen beeinflussen könne.”

via Psychopathen in Film und Realität – Süddeutsche.de.

Serienmörder sind die Lieblinge von Krimiautorinnen/autoren. Die realen Serienmörder sind kriminalistisch und forensisch-psychiatrisch jedoch in aller Regel nicht so aufregend. Meistens sind es eher wenig intelligente, triebgesteuerte Menschen, die weder ihre Sexualität noch ihre Aggressivität auch nur annähernd unter Kontrolle haben, geschweige denn selbst verstehen. Sie haben mit den hyperintelligenten Serienmördern, die mit ihren Verfolgern gern ein “Katz- und Maus-Spiel” spielen, wie man es aus den Krimis kennt, nicht das Geringste zu tun. Also etwa so viel wie Prof. Boerne mit mir oder sonst jemand aus der Kollegenschaft.

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Mord und Totschlag: Maas will Strafrecht reformieren – Politik – Süddeutsche.de

Mord und Totschlag: Maas will Strafrecht reformieren – Politik – Süddeutsche.deDie Rechtsprechung zum Mord orientiert sich deshalb bis heute am Leitbegriff der “niedrigen Beweggründe”, der einen Tätertyp beschrieb, wie ihn sich die Nazi-Juristen vorstellten. Im Strafgesetzbuch wird also keine Tat, sondern ein Täter beschrieben. In der Praxis ist der Unterschied zwischen einem Mord und einem Totschlag auch deshalb oft nicht genau zu ziehen.

Als medizinischer Gutachter hat man sich zu juristischen Wertungen nicht zu äußern – man sollte aber die Kriterien kennen, nach denen geurteilt wird.

 

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Viele Gutachter sind befangen – Süddeutsche.de

Im Prinzip sind Gutachter unabhängig. Sie sollen den fehlenden Sachverstand des Gerichts ausgleichen. Die Bestellung zum Gutachter aber ist Sache des Gerichts und das kann somit sich Sachverständige aussuchen, von denen sie wissen, dass sie in ihrem Sinn das Gutachten erstatten werden. Wer jemals erlebt hat, wie mit Sachverständigen umgegangen wird, die nicht so aussagen, wie es erwartet wird, der wundert sich nicht über diese Artikel in der Süddeutschen Zeitung  Gerichtsgutachten – Viele Gutachter sind befangen beziehungsweise im Deutschen Ärzteblatt Gerichtsgutachten: Oft wird die Tendenz vorgegeben.

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